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Mainz
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Sehenswürdigkeiten     

Das römische Mainz (Mogontiacum), die zahlreichen Kirchen, das "Historische Mainz" und die vielen Plätze und Gassen mit ihren Fachwerkhäusern und Barockhäusern mit eleganten Boutiquen, Cafés und Weinstuben laden zu einem Spaziergang ein.

Außerdem wird viel Kultur geboten in Mainz - sei es bei den Mainzer Domkonzerten, den Kirchenführungen, den Mainzer Kulturspaziergängen, den Veranstaltungen des Druckladens beim Gutenberg-Museum oder bei Meditationen vor den Chagall-Fenstern in der St. Stephanskirche.


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ZDF Sendezentrum

  
Rund 7 Kilometer vom Zentrum entfernt befindet sich das ZDF (Zweites Deutsches Fernseh)-Sendezentrum auf dem Lerchenberg (205 Meter hoch). Das ZDF ist eines der großen Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet mit etwa 3.600 festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und hatte seinen Sendebeginn am 1. April 1963. Bei Führungen über das Gelände kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Welt der "Mainzelmännchen" näher kennenlernen.

Das ZDF Sendezentrum befindet sich seit 1974 auf dem Lerchenberg und ist mit seinem 70 Meter hohen Redaktions- und Verwaltungsgebäude mit 14 Stockwerken schon weithin sichtbar ist. Das Grundstück umfasst insgesamt etwa eine Million Quadratmeter inklusive verpachteter Fläche. Man findet hier Werkstattgebäude, in dem die Bühnenwerkstätten, die Materiallager und der Fundus lagern oder den "Platz der Köpfe" mit Skulpturen des Künstlers Horst Antes, der auf dem Weg zwischen Haustechnik und dem Sendebetriebsgebäude liegt. Im Sendebetriebsgebäude werden in drei größeren und zwei kleineren Fernsehstudios aktuelle Sendungen wie "heute", "heute-journal" und das "ZDF SPORTstudio" live produziert. Zusätzlich wurde am 30. Januar 2001 das Sendezentrum 2 eingeweiht, in dem Europäische Satellitenprogramme wie 3sat, ARTE, ZDFtheaterkanal, ZDFdokukanal und ZDFinfokanal ihren Sitz haben.
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Beim Besuch des Sendezentrums wird in einem Film über die Geschichte des ZDF informiert und man kann in informativen Gesprächen alle Zahlen, Daten und Fakten über das ZDF erfahren.

Will man an einer kostenlosen Führung teilnehmen, so muss man sich schriftlich anmelden und das Mindestalter beachten. Anmeldungen bitte schriftlich mit Angabe der Personenzahl und Ihrer Postanschrift:
ZDF-Zuschauerredaktion, 55100 Mainz Fax: 06131/70-9409 Telefonische Auskünfte: 06131/70-4972 oder 70-4381.

Dass das ZDF der Stadt Mainz verbunden ist, zeigt sich etwa am Mainzer "Stadtschreiber"- Preis, der die Einmaligkeit der Sprache und die Verbindung des traditionellen Kommunikationsmediums Buch mit dem neueren Medium Fernsehen fördert.

Die Mainzelmännchen heißen Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen und sind seit über 40 Jahren sind die Mainzelmännchen die "Maskottchen" des ZDF. Früher waren sie noch schwarz-weiße Trickfiguren, heute kann man sie als computeranimierten Cartoon betrachten, dennoch haben sie immer ihren typischen Charakter bewahrt.



St. Stephan

  
Auf dem Stephansberg liegt die berühmte gotische Kirche St. Stephan aus dem 14. Jahrhundert, die nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde und herrlich blau leuchtende Glasfenster des bekannten Künstlers Marc Chagall mit Themen des Alten und Neuen Testaments aus den Jahren 1973-1984 besitzt.
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Bereits im Jahr 990 hatte der Erzbischof Willigis, der auch der Erbauer des Domes zu Mainz war, an dieser Stelle ein Kollegiatstift einrichten und die Kirche als eine "Gebetstätte des Reiches" bauen lassen. Willigis wurde in St. Stephan im Jahre 1011 bestattet.

Auf den Fundamenten dieser ersten Kirche wurde zwischen 1290 und 1338 ein gotischer Bau errichtet, der lange Zeit bestehen blieb. Doch im Jaht 1857 explodierte in der Nähe ein Pulverturm und beschädigte dabei die Kirche. Bei dem Wiederaufbau wurde die barocke Innenauststattung entfernt.

Der heutige Bau ist eine dreischiffige Hallenkirche ohne die vormals gotischen Gewölbe. Der 66 Meter hohe Turm ist wohl im unteren Bereich noch aus dem 10. Jahrhundert, die Kuppel und Laterne der Turmspitze wurden 1962 aufgesetzt als die Stadt ihre 2000-Jahr-Feier hatte. Im Turm selbst hat bis 1911 ein Türmer über der Stadt in einer Wohnung gewohnt. Seit 1559 war hier die Brandwache der Stadt.

Heute ist die Kirche vor allem wegen der blauen Glasfenster des Künstlers Marc Chagall (1887-1985) bekannt. Der jüdische Künstler, der in Russland geboren wurde, aber die längste Zeit seines Lebens in Frankreich verbrachte, wurde 1973 von Pfarrer Klaus Mayer gebeten, die Glasfenster zu schaffen. Der "Meister der Farbe und biblischen Botschaft" setzte so im Ostchor ein Zeichen für die jüdisch-christliche Verbundenheit und Völkerverständigung. Das erste Glasfenster wurde 1978 eingesetzt, Chagall war damals immerhin schon 91 Jahre alt. Sechs weitere Fenster im Ostchor und drei im Querhaus folgten. Chagall wurde zwar Ehrenbürger der Stadt Mainz, besuchte die Stadt aber nie. Das letzte Fenster vollendete Marc Chagall erst kurz vor seinem Tod mit 98 Jahren.

In den Seitenschiffen wurden später sechs schlichtere Fenster des Künstlers Charles Marq aus dem Atelier Jacques Simon in Reims geschaffen. Mit ihm hatte Chagall fast 30 Jahre lang zusammengearbeitet.

Im Inneren befindet sich eine Gottvater-Figur des 15. Jahrhunderts und eine spätgotische Figurengruppe mit dem Thema der Anna Selbdritt. Heute wird wieder über dem gotischen Taufstein der Zeit um 1330 getauft.

Außer den Glasfenstern hat St. Stephan zudem noch einen der schönsten spätgotischen Kreuzgänge von Rheinland-Pfalz zu bieten. Mehr als 600 Stiftsherren wurden hier bestattet und zahlreiche Grabplatten erinnern noch heute an sie.



Dom St. Martin

  
Der romanische Bau, der 975 bis 1036 entstand ist eine dreischiffige Basilika mit zwei Chören und vielen Kapellen. Er hat sechs Türme und prägt damit die Mainzer Altstadt. Neben den Domen von Speyer und Worms gehört er zu den Höhepunkten der romanischen Sakralbauten am Oberrhein. Im 18. Jahrhundert wurde der Dom mit Domhäusern umstellt.
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Ab dem Jahr 746 begann der hl. Bonifatius (672-754 n.Chr.) mit seinem Wirken und Mainz wurde zum Zentrum der Kirche nördlich der Alpen. Erzbischof Willigis (975-1011), der zugleich auch der Erzkanzler des Deutschen Reiches war, ließ ab 975 den Dom nach dem Vorbild von Alt St. Peter in Rom erbauen.

Aber der Dom brannte am Tag seiner Weihe im Jahr 1009 ab und konnte erst bis im Jahr 1036 wieder aufgebaut werden. So musste Willigis in St. Stephan beigesetzt werden. Wie bedeutend diese Kirche war, zeigt dass hier sieben Könige gekrönt wurden. Das älteste überkommene Stück dieser romanischen Kirche sind die bronzenen Türen mit ihren Löwenköpfen am Marktportal, deren Inschrift den Erbauer Willigis nennt.

Vor 1137 wurde durch Erzbischof Adalbert die Gotthardkapelle aus hellem Sandstein errichtet und diente als die Hauskapelle der Erzbischöfe. Der Westchor wurde 1200 bis 1239 erbaut.
Um 1778/1779 wurde vom Sohn des berühmten Baumeisters Balthasar Neumann, Ignaz Michael Neumann, die Domhäuser auf dem Leichhof errichtet. Der Vierungsturm bekam 1767 nach einem Blitzschlag eine neue Turmspitze.

Im Innern sind besonders Grabmäler aus dem 13. bis 18. Jahrhundert erwähnenswert. So vor allem die von den Erzbischöfen Berthold von Henneberg, Jakob von Liebenstein und Uriel von Gemmingen. Auch der Kreuzgang sollte besichtigt werden: Hier befindet sich das Dom- und Diözesanmuseum, das Teile des Lettners aus dem Jahr 1239 zeigt.

Vor dem nördlichen Teil der Kirche befindet sich der Marktbrunnen, der im Jahr 1526 erbaut wurde und als einer der bedeutdensten Brunnen der Renaissance in Deutschland zählt.



Augustinerkirche

  
Inmitten der Mainzer Altstadt gelegen, zeigt sich die Augustinerkirche in ihrer ganzen barocken Pracht. Da die Kirche im Zweiten Weltkrieg glücklicherweise nicht zerstört wurde, kann man sie heute in Originalzustand besichtigen.

Ein rotes Sandsteinportal führt in das Innere der Kirche. Bereits im Jahr 1260 hatte der Bettelorden der Augustiner- Eremiten in der Augustinerstraße das Kloster gegründet und bis 1803 das Kloster gehabt.     mehr Details..

Seit 1768 wurde die Kirche als Hallenkirche von dem Steinmetz Johann Georg Schrantz erbaut. Heute befindet sich hier die Kirche des Bischöflichen Priesterseminars.

Dank großzügiger Stifter, die bayerische Kunsthandwerker anwarben, ist die Kirche reich ausgestattet. Schon die Fassade ist im Stil des mainfränkischen und süddeutschen Barocks erbaut. Im Inneren schuf der Maler Johann Baptist Enderle aus Donauwörth das riesige Deckengemälde mit dem Leben des heiligen Augustinus.

Die Orgel mit dem Mittelfenster wurde im Jahr 1773 von Johann Heinrich Stumm erbaut und ist eines der wenigen erhaltenen Instrumente von diesen Orgelbauern.

Vor einem Gnadenbild aus der Gotik, das aus der abgebrannten Liebfrauenkirche gerettet worden war, befindet sich eine Tafel, die an einen Mordanschlag erinnert, der 1851 in der Kirche verübt wurde. Daraufhin wurde die Kirche noch einmal geweiht und erhielt den Namen der Liebfrauenkirche - doch die Mainzer Bürger behielten den Namen Augustinerkirche.





Kirschgarten

  
Etwas neben der Augustinerstraße befindet sich der Kirschgarten inmitten der Mainzer Altstadt. Hier findet sich dicht gedrängt, romantische Fachwerkhäuschen mit schönen Läden, so dass man sich um einige Jahrhunderte zurückversetzt fühlt.
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Biegt man von der Leichhofstraße aus gesehen rechts von der Augustinerstraße ab, so sieht man diese hochgestreckten Fachwerkhäuser des Kirschgartens, dessen Name schon 1329 als "im Kirschgarten" bezeugt ist. Der Name stammt von der Kirschbornquelle, die am Rochushospital (Rochusstraße 9) entspringt. Früher war der Kirschgarten ein geschlossener Platz, der nur zur Augstinerstraße hin eine Hausbreite geöffnet war.

Die Fachwerkhäuser stammen aus der Zeit des 15. bis 18. Jahrhunderts. Am Haus „Zum Beimburg" (Nr. 19) - es hieß früher "Fladenbackhaus" - im Süden kann man duch einen torbogen in das enge Hollagäßchen blicken. Auf der anderen Seite des Hauses zweigt die Kirschgartengasse ab. Der Brunnen stammt zwar erst aus dem Jahr 1932, fügt sich jedoch hervorragend in den romantischen Charme dieses Plätzchens ein. Im Haus Nr. 21 wurde die Freiheitsdichterin Kathinka Zitz, alias Kathinka Halein im Jahr 1801 geboren.

Das älteste Fachwerkhaus ist das Haus
„Zum Aschaffenberg" (Nr. 26) und wurdes um 1500 auf einem älteren Gebäude von 1448 errichtet. Es ist auch mit Johannes Gutenberg verbunden, denn es diente zu Zinseinnahmen als Bürgschaft für einen Kredit, den sein Vetter Arnold Gelthus für ihn aufgenommen hatte.



Eisenturm

  
Gegenüber dem Rathaus an der Ecke Quintinstraße/Rheinstraße steht der sechsstöckige Eisenturm aus dem Jahr 1240. Er gehörte zur Stadtmauer und erhielt seinen Namen, da hier am Rhein der Eisenmarkt abgehalten wurde.

Mit dem Alexanderturm und dem Holzturm gehört er zu den drei erhaltenen Türmen von ursprünglich 34 Tor- und Wachtürmen der Stadtmauer. Der Turm wird von zwei liegenden Löwen aus Sandstein flankiert, die in ihren Klauen einen Widder und ein Fabeltier als Symbole der staufischen Kaisermacht, halten.
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Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde der Turm erhöht und im 16. Jahrhundert, als er als Turm der Stadtbefestigung nicht mehr benötigt wurde, mit Häusern umbaut.

Seit dem 18. Jahrhundert diente er als Militärgefängnis - hier waren die Gefangenen der Revolution von 1848/1849 als politische Gefangene inhaftiert, doch 1850 wurden sie freigesprochen.

1945 wurde der Eisenturm stark zerstört. Heute dient er als Künstlerzentrum.





Theodor Heuss Brücke

  









Nach über 1000 Jahren ohne feste Brücke begann man im Jahr 1882 mit den Bauarbeiten für die moderene Stahlkonstruktion nach dem Entwurf von Friedrich von Thiersch. Im Jahr 1885 wurde die heutige Theodor Heuss Brücke, die über den Rhein führt und so Rheinland-Pfalz und Hessen verbindet, erstmals eröffnet. Damals wurde noch ein Brückengeld erhoben, so mußten Fußgänger vier Pfennig bezahlen, ein Schwein nur einen Pfennig. Die Brücke ruht auf Sandsteinpfeilern, die von fünf Stahlbögen mit den Spannweiten von 87, 99, 103, 99 und 87 Metern überspannt werden. Im Jahr 1995 wurde die Brücke nach einer Generalsanierung wieder freigegeben.    




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